Frühe Literatur über Ghana (Goldküste) und früher Erforscher des Landes

mit besonderer Berücksichtigung Nordghanas (bzw. der Northern Territories)

 

Ruy de Pina (*1440 in Guarda, Portugal, † 1525? 1522?)

ca. 1500 Chronicle of John II,

Hirschberg S. 329; RdP war Sekretär und Chronist am königlichen Hof zu Portugal; er berichtet in seiner Chronik, dass 1482 Diogo de Azambuja mit 700 Mann bei Elmina landete und Sao Jorge da Mina errichtete

Wikipedia: Rui de Pina: Chronik Johanns II erst 1792 veröffentlicht,

Wolfson, Pageant of Ghana, Intr 2: war nie in Westafrika, hohe Stellung am Hof, wurde hier chronicler von Portugal, Bau der Festung Elmina 1481 [Forts. bei de Barros], Treffen mit Caramanca, S. 37: A Fortress is Planned

 

Duarte Pacheco Pereira (* um 1469 [1460? 1475?] in Lissabon, † 1533 [1530?] in Lissabon

1505: Esmeraldo de Situ Orbis (London 1937)

Hirschberg, S. 328: schreibt über Entdeckungen an der afrikanischen Künste; Sierra Leone: Buloos (Bullom): Zähne angefeilt, vergiftete Pfeile, Beschneidung; Handel mit Gold und Eisen; Elfenbeinschnitzerei; Baumwollindustrie; Cabo do Corco (Cape Coast) war zu seiner Zeit noch ein kleines Dorf

Wikipedia: war unter König Emanuel I Ende 1498 in Brasilien (vor Cabral), arbeitet von 1505 bis 1508 an seinem Werk Esmeraldo De Situ Orbis; unvollständig gebliebener Bericht über seine Reisen an der ost- und westafrikanischen Küste, als handschriftliches Manuskript an den König gesandt; nach Carvalho steht darin das gesamte bis dahin erlangte geographische und nautische Wissen der portugiesischen Seefahrer und Entdecker; Werk wurde strikt geheim gehalten; war von 1519-1522 Gouverneur von Elmina;

Wolfson, Pageant of Ghana, Intr. 3: berichtet vom Bau der portugiesischen Festung Axim um 1503; Handel an der Küste; erster überlieferter Augenzeugenbericht; war selbst bedeutender Akteur; nach Buchniederschrift wird er Gouverneur von Elmina (1520-22); S. 44: Country and Commerce, 1500

 

Joao de Barros (*1496; † 20. 10. 1570)

1552 Decadas da India, 1. Teil: Asia [mit Afrika],

Hirschberg, S. 329: 1522-25 Kommandant in El Mina, schreibt sein Buch viel später, ist aber trotzdem zuverlässig; S. 329: Bericht über Treffen mit König Caramansas; König gibt Erlaubnis zum Festungsbau

Wikipedia: Joao de Barros: wurde im Palast von König Manuel I von Portugal erzogen; wurde in Lissabon Vorsitzender des Indienhauses und des Minahauses; nach Brasilien; schreibt danach die Geschichte der Portugiesen in Indien

Wolfson, Pageant of Ghana, Intr. 1-2: Portug. Historiker, war selbst 1522-25 Kommandant von St. George in Elmina, schreibt aber Jahre nach den Ereignissen, war später Kolonialbeamter in Lissabon mit Aktenzugang;

S. 37: Discovery of “Mina” (fk), S. 39: The Portuguese Land of Elmina

 

William Towerson († 1584)

1555, First Voyage to Guinea

Wolfson, Pageant of Ghana, Intr. S. 3: machte 3 Reisen nach Westafrika, erste: 1555-56; erzählt von seinen täglichen Erfahrungen für ein neugieriges Lesepublikum; beklagt portug. Handelsmonopol und ihre Arroganz;

S. 46: English Impressions,

 

Pieter de Marees (* †)

1602, Description and Historical Account of the Gold Kingdom of Guinea.

Translated and edited Albert Van Danzig and Adam Jones. New York: Oxford University Press.

1605, Descripition et recit historical dv historical dv riche royavme d’or de Gvunea (Amsterdam)

Hirschberg: S. 330ff. de Marees entstammte südholländischem Geschlecht Maretz, Ende1600 von Texel über Kanarische Inseln, der Elfenbeinküste entlang zur Goldküste; fährt bis Kap Lopo Gonsalves; 1602 zurück nach Holland; Bilder an Ort und Stelle gezeichnet; in Kupfer gestochen; Kleidung, Cape Coast, Maisbrot; Kenkey, Meeresfischerei; 1604: A Description and historical Declaration of the golden Kingdom of Guinea. Weizenbrot auch Bodobodo genannt; durch Europäer angeregt; Beschreibung der Einbäume; von Holländern wird schlesische Leinwand eingeführt; Abbildungen bei Hirschberg (von de Maree): Markt von Cape Coast; Einbaum-Boote; Hirschberg: Vergleich von Ausgrabungsobjekten mit der Beschreibung Maree’s

Ross in Afr. Arts 40,3 (2007), S. 15: In 1602 de Marees, referring to coastal funerals... (längeres Zitat über Bestattungsriten)

Wikipedia: unternahm 1600-1602 Handelsreise nach Guinea; 1602 publizierte er das älteste gedruckte Buch über dieses Gebiet

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 4: bedeutendes Originalwerk, ist selbst Händler, beschreibt Handelssystem, Kaufleute aus dem Hinterland kommen und nehmen sich Unterhändler, goods rapidly dispersed in the hinterland; tägliches Leben; Bäume, Tiere, Dienstag als Ruhetag für Fischer, Holländer hatten selbst noch keine Stützpunkte an der Küste (erst 1624);

S. 50: A Dutch description: Trade, S. 55: Customs Duties, S. 55: Markets; S. 57: Tuesday Sabbath;

 

Michael Hemmersam (* †)

1642-45: Beschreibungen Westafrika, auch Goldküste?

 

Wilhelm Johann Müller (*†)

1676, Die africanische auf der guineischen Gold-Cust gelegenen Landschaft Fetu.

Nachdruck: Akadem. Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1968, Einleitung von Jürgen Zwernemann

Hirschberg: Müller war 1661-69 Prediger der dänisch-afrikanischen Kompanie in Fort Friedrichsburg (nahe Cape Coast), setzte sich gegen Rat der Begleiter auf einen Felsen, der Wohnsitz einer Lokalgottheit war.

 

Otto Friedrich von der Gröben (*1657 †1728)

1682-83: Beschreibungen Westafrikas,

1683 Kap Tres Puntas, auch GK?

Hirschberg: beschreibt Pfeifenköpfe, Tabakrauchen hatte sich wohl erst nach der Anwesenheit de Marees entwickelt

 

Thomas Phillips (*†)

1732,  Journal of a Voyage Made in the Hannibal of London; Ann. 1693, 1694, form England... to Guiney. London

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 6f: beschreibt Handelsfahrt 1693-94; beschreibt auch einen Krieg zwischen 2 afrikanischen Gruppen bei Cape Coast; Engländer und Holländer auf verschiedenen Seiten; nennt Inland pople wie Barbot: Akan; Klantotem: kein Verzehr von Rindfleisch;

S. 73: Kredit and Debt, 74: Canes for Passports; 74: Akawamu Captures Christansborg Castle;

 

William Bosman (* †)

1704, Description, in niederländisch

1705 [1967]: A New and Accurate Description of the Coast of Guinea. London: Frank Dass.

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 7: Kämpfe zwischen Denker und Ashanti, B. besuchte ganze Küste, aber war nie im Inland; war “Chief facto” der hallte. Besitzungen; 14 Jahre Aufenthalt;

S. 78: Gold, S. 80: The Coast, 1700

Carmichael, S. 86: Abb. Christianbourg Castle um 1659, nach Bosman (1705); S. 94: Bosman: Dutch Agent at Elmina; Zitat Bosmans: Rechtfertigung des Verkaufs von Feuerwaffen an die Afrikaner

 

John (Jean) Barbot (* , † 1720?)

1732, A Description of the Coasts of North and South Guinea; and of Ethiopia Inferior, vulgarly Angola: Being a New and Accurate Account of the Western Maritime Countreise of Africa, 6 Bände, Paris; In: Thomas Astley, John Churchil (eds.): Collection of Voyages and Travels. London

1683 in Französisch geschrieben, erst 1732 in Englisch veröffentlicht;

Deutsch: Allgemeine Historie der Reisen zu Wasser und Lande

Akosua Perbi (Research Review 8,1, 1992) S. 65: Barbot landete 1682 an der Küste von Labadi, wo er Sklaven kaufen wollte; es stand dort aber kein einziger Sklave im Angebot, während 2 Monate vorher noch 300 Sklaven dort angeboten wurden;

Carmichael mehrere Abbildungen nach Barbot 1732; S. 89: Cabo Corso Castle (Cape Coast); S. 98: Asante warrior; S. 99: Castle of Anamabou;

Jungraithmayr/Möhlig (Lexikon der Afrikanistik, 1983): Französischer Reisender in Afrika zusammen mit seinem Bruder und dessen Sohn; in englische Dienste getreten; Reisebericht 1732 ins Englische übersetzt und publiziert; lexikalische Aufzeichnungen aus Wolof, Ful, Akan und Ewe;

Hair, P.E.H., Adam Jones, and Robin Law (eds.) 1992. Barbot on Guinea: The Writings of Jean Barbot on West Africa, 1678-1712, 2 vols. London: The Haklyut Society.

Ross in African Arts 40,3 (2007), S. 15: Barbot on the Gold Coast in 1678-9 and 1681-2; described mausoleums for important individuals in the Elmina area (längeres Zitat)

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 5: B. war agent-general der frz. Royal Company of Africa; Frkr. hatte keine Besitzungen an der Goldküste; beschreibt Rivalitäten der Europäer; Portugiesen verhasst; Eroberung von Christiansborg durch Dänen und Wiedereroberung durch Portugiesen; gute Beschreibung von Elmina; beklagt, dass alle nur auf Verdienst aus sind, und nicht auf Verbreitung des Christentums; negative Auslese geht nach Westafrika; aber sie kritisieren die Afrikaner; beschreibt Handelssystem; Verhältnis zu Afrikanern nicht gut;

S. 57: French Views: The Climate; S. 59: Employment; S. 59: Elmina Town; S. 61: Elmina Castle; S. 63: Dutch Dominion; S. 64: Efutu; S. 64: Cape Coast; S. 66: Asebu; S. 67: Fanit; S. 69: Agona; S. 70: Accra; S. 72: The unknown Interior (Kop. 1026);

www.usgennet.org/usa/ga/county/macon/Slaves/slaves.htm Barbot, an agent for the French Royal African Company, made at least two voyages to the West Coast of Africa, in 1678 und 1682; Textauszug über Sklaverei: B. stellt die einheimische Sklaverei als grausamer als die durch die Europäer dar; Sklaven auf den Schiffen treten oft in den Hungerstreik; Behandlung kann schon deswegen nicht grausam sein, da sie großen Wert darstellen; hat Barbot selbst Sklaven?

 

John Atkins

1737: A Voyage to Guinea

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 9: war Chirurg der Royal Navy; Kampf um Fredericksburg nach Aufgabe durch die Preußen; vor Eingang Schädelpflaster;

S. 85: John Conny of Prince's Town,

 

William Smith

1744, A New voyage to Guinea

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 9: war 1727 an der Küste, Untersuchung über Forts; Zeichnungen,

S. 88: Was hing for Gold

 

Rømer, L.

Tilforladelig efteretning om kysten Guinea. Copenhagen

Benzing: Zuverlässige Nachricht über die Guineaküste, auch Dagomba

 

Thomas Thompson, Rev.;

1758  Account of Two Missionary Voyages

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 9: 1752 zur Küste; hatte in Nordamerika Kontakte zu Negersklaven gehabt; 4 Jahre an Goldküste; wegen Krankheit zurück; nahm 3 junge Afrikaner mit; 2 starben; der 3: Quaque, Sohn des Cape Coast Häuptlings; der Priesterweihe erhält und 1765 nach CC zurückkehrt; Th. beschreibt heidnische Praktiken mit Sympathie; beklagt, dass Eingeborenensprachen noch keine Schrift haben; Th. verteidigt Sklavenhandel;

S. 89: The First Missionary

 

Henry Meredith

1812  The Gold Coast of West Africa

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. Zusammenstoß Briten und Ashanti, Belagerung von Anomabu, war 1812 Gouverneur des Forts Winneba; von Stadtleuten ermordet; sucht Ersatz-Handelsgüter für Sklaven;

S. 93: Europeans besieged, S. 97: Money Matters

 

Thomas Edward Bowdich (* 1791 in Bristol, † 1824 bei Bathurst)

1819 Mission form Cape Coast to Ashantee, London

S. 254: ihm fallen bei seinem Besuch in Kumasi (1817) schon die Adinkra-Symbole in der Architektur auf

An Essay on the Superstitions... Ancient Egyptians.. Ashantees (1821)

Akosua Perbi (Research Review 8,1, 1992) S. 66: nach Bowdich zahlten die Dagomba nach jährlich 500 Sklaven, 200 Kühe, 400 Schafe, 400 Ballen Baumwolltuche und 200 Ballen Seidentuch an die Aschanti,

Carmichael: S. 106-110: Beschreibung der Expedition nach Kumasi (1817) weitgehend nach Bowdich mit vielen Zitaten; S. 106: Bowdich was a Bristolian 'born and bred'. He joined the Company of Merchants in West Africa as a clerk and on his return to Europe won a scholarship to Cambridge. In 1817, as an agent of the company, he was sent, with three other Europeans, to Kumasi to establish relations with the Asantehene, Osei Bonsu ('The Whale')... S. 110: At the time his writings were greeted with disbelief, the product of wild imagination... Bowdich was unrecognised in his own lifetime...The one time hatter of Bristol...

Jungraithmayr/Möhlig (Lexikon der Afrikanistik, 1983): 1817 am Königshof Kumasi, Bericht von 1819 enthält auch Bemerkungen über Akan-Dialekte; weist als erster Europäer darauf hin, dass es in Afrika Tonsprachen gibt; (Dt. Ausg. vol 3:49) “Sie wechseln oft den Ton, wenn sie ein Wort aussprechen, das mehr als Eine Bedeutung hat, wie die Chinesen thun.”

Koelle (Einleitung): ...first writer to note tones in West African languages

Mark Kwami (Adinkra Symbole, S. 3): B. erwähnt bereits 1817 für Kumasi Adinkra-Stoffe; kauft ein Exemplar für das Britische Museum;

Wikipedia: Bowdich: sein Onkel J. Hope-Smith war Gouverneur der Gold Coast; Bowdich Sekretär bei der African Company of Merchants, 1914 nach Cape Coast; 1817 mit 2 Kollegen nach Kumasi, erfolgreiche Verhandlungen; 1818 nach England zurück; schenkte seine afrikanische Sammlung dem Britischen Museum; schreibt hiernach auch zoologische Werke;

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 12: Engländer schicken 1817 Unterhändler zu Aschanti; erste Europäer, die Inland gehen; politisch erfolglos; B. war zu jung, um die Leitung der Mission zu übernehmen; Frederick James, der sich selbst anbietet, wird Leiter; als James am 12. Juli 1817 abberufen wird, übernimmt B. die Leitung; B. beschreibt Ashanti Leben; Riten, Regierung, Architektur, Landschaft; Konföderation von Staaten (sieht Unterdrückung der anderen nicht); Gold; schon 1807 waren bei der Belagerung von Anomabu “Moorish” Personen in der Ashanti Armee; B. bemerkt “the large number of 'Moors' resident in Kumasi who came form states in the Ashanti hinterland and who had travelled far afield in the region of the upper reaches of the Niger. All attempts by Eruopeans to establish direct contact with the hinterland failed. Ashanti maintained its monopoly over trade with the northern states...”

Bowdich: admires Ashanti life; earliest English account about Ashanti; all attempts by Europeans to establish direct contact with the hinterland failed; Ashanti: monopoly, er war über 4 Monate in Kumasi

S. 98: On the Banks of the Pra, 98: A Magnificent Reception, 105: The Asantehene's Palace, 106: Kumasi, 1817

 

William Hutton

1821A Voyage to Africa, in 1821

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 13: ist in der Gruppe von Dupois; erkennt, dass Ashanti durch Unterdrückung der Bundesgenossen herrscht;

S. 108: Kumasi 1820

 

Joseph Dupois (Dupuis)

1824, Journal of a residence in Ashanti, London

Carmichael: S. 110: In 1819 a crown representative, Joseph Depuis, was despatched from London on a mission to Kumasi, effectively by-passing the Company of Merchants at Cape Coast. Depuis followed closely in Bowdich's footsteps and in 1820 negotiated a further treaty with the Asnatehene. This treaty was never ratified... S. 111: Abb.: Swearing fidelity (aus Dupuis 1824)

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 13: will Bowdich an Exaktheit übertreffen;

S. 109: Palaver with the Asantehene

Benzing: auch Angaben über Dagomba

 

H.J. Ricketts

1831 Narrative of the Ashantee War

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 13: brit. Offizier im Ashantikrieg; Unerfahrenheit des brit. Oberkommandierenden MacCarthy bewirkt seine Gefangennahme und Enthauptung; er ließ seine Soldaten die brit. Nationalhymne singen und glaubte, dass die Ashanti Soldaten überlaufen würden;

S. 110: The Battle of Asamankow

 

Thomas Birch Freeman, Rev. (*1809 in Hampshire, England, † 1890 Accra)

1844 (2nd edition) Journal of Various Visits to the Kingdoms of Ashanti, Abu and Dahome... with an historical introduction by the Rev. J. Bekam

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 15: F. war in England von einer afrikanischen Mutter geboren; Beschreibt die Errichtung einer chapel in Anomabu; Methodist Minister; 1838 als Missionar zur Goldküste bis zu seinem Tode; besucht 1839 und 1841 Ashanti; Asantehene erlaubt christl. Missionsstation in Kumasi; schenkt dem Asantehene eine “carriage”; aber keine großen Missionserfolge;

S. 119: Wesleyan Chaple at Anomabu, 120: A Missionary Looks at Ashanti

www.mundus.ac.uk Vater befreiter afrikanischer Sklave; methodistischer Prediger in Ipswich; 1837 nach Cape Coast, 1838-57 in Kumasi, 1840 England: sucht “funds”; gründet in Ghana viele methodistische Gemeinden; 1857 civil commandant von Accra; als Missionar nach Anamabu, Ruhestand in Accra

 

Nathaniel Hawthorne (*1804 in Salem, Indiana; † 1864 in Plymouth, USA)

1845 Journal of an African Cruiser (von unbekanntem amerikaniscehm. Seeoffizier; herausgegeben von dem amerikanischen Romanautor N. Hawthorne

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 16: Beschreibung von Mr. Bannerman (Mulatte),

S. 123: Mr Bannerman of Accra

 

Samuel Ajayi Crowther, Rev. Dr. (* ca. 1807 in Osogun, Yorubaland,

† 31.12.1891)

Jungraithmayr/Möhlig (Lexikon der Afrikanistik, 1983): geriet als Sklave nach Freetown; 1864 Bischof, Missionar der Church Missionary Society; erforscht Yoruba Sprache, markiert von Anfang an die Töne; gibt Yoruba Rechtschreibung die heutige Form; 1854 Niger Expedition; erstellt Fibel des Igbo und Grammatik des Nupe (1864)

Wikipedia: Linguist und erste anglikanischer Bischof in Nigeria; Yoruba Abstammung; wurde 1821 von Fulani gefangen und an portugiesische Sklavenhändler verkauft; von Briten in Freetown befreit; 1825 anglikanisch getauft; 1826 nach England; besucht Islington Parish School; 1827 nach Freetown: College, lehrt dort und heiratet befreite Sklavin; 1841 begleitet er Schön bei einer Expedition auf dem Niger; lernt Hausa; wird in England anglikanischer Priester; eröffnet mit Townsend Mission in Abeokuta (Nigeria); übersetzt Bibel und Book of Common Prayer in Yoruba; 1864 Bischof; 1864 auch Doctor of Divinity (Oxford),

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 15f.: wollte 1841 Niger-Expedition begleiten, war ehemaliger Yoruba-Sklave, in Sierra Leone Ausbildung, ordained; wird 1864 erster Bischof der Niger Territories;

S. 122: Christian Worship 1841

 

William Winniett

besucht als Gouverneur der Goldküste Kumasi und liefert genaue Beschreibung

15.4.1846 - 31-1.1849 und 13.1.1850 - 4.12.1850 Gouverneur der Goldküste

Ablade Glover u.a. (Adinkra Symbole, S. 9): W.W. ist vom Architekturstil Kumasis beeindruckt; unterer Teil der Gebäudefronten ist mit groben Schnitzereien... bedeckt; hochpoliert;

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 16: Governor (later Sir), 1848 nach Ashanti, wohnt in missionary cottage; ist beeindruckt von Gastfreundschaft und hohem Lebensstandard; schreibt für Colonial Office

S. 124: A governor Visits Kumasi 1848

 

John Clarke (* 12.10.1902 Schottland? in Jamaika? , † 28.9. 1879 in Jamaika)

1848, Specimens of Dialects. Berwick-on Tweed 1848

IfE Münster: Ausgabe 1972, Kop. 415: Comm.: S. 58-61, 64-65, Original: Titelblatt, , S. 8-9, 14-17, 22-23, 26-29, 68-69, 87-89

Einl. Herausgeber: S. 1-76 (Commentary); D= Spec. of Dialects, N= Numerals; S. 64: Gur-Sprachen;

Lobi-Dogon: 281 Pwe (D: S. 230:14; N 332:28

Grusi: 247: Nibulu (S. 53 = Sisala?); 314: Tshamba, S. 59

Kanjaga: 314 Tsamba, S. 59 (D207:14, N 25:16)

Mossi: 111 Dagamba, 112 Dgombo (s. 37), 236 Mose (52), 308 Imbrum (S. 59: a Mossi Language), 326 (327?) : Wirimose (Mossi, Upper Volta), 330 Yabumbum (S. 61, Upper Volta), 332 Yana (Numerals: Mossi type)

Tem: Kabre: 95 Brini (Togo), 314 Tshamba (s.o.); Dampago: 314 Tsamba (s.o.), Gurma: 153 Gruma (Upper Volta)

S. 53 Numerals more like Koelle's Krama and Bagbalan; both... names for Sisala and Bag balan,

S. 59 Bulea

Clarks Text: S. 1-104 (Neuzählung)

Biografische Daten: Presbyterianer, konvertiert zu Baptisten, 50 Jahre lang Missionar; verlässt 1829 England; Dez. 1830 in Jamaika; inzwischen Sklavenhandel verboten, aber nicht Sklavenstatus; bei einem Aufruhr schützen Missionare die Sklaven; sammelt seit den 1830er Jahren auf Jamaika Vokabularien (amusement); 1839 wegen Gelbfiebers nach England;; 1.1.1841 nach Fernando Po; dort 14 Stämme; sammelt auch Efik-Wörter auf dem Festland; Vokabularien vor allem aus Westafrika

Jungraithmayr/Möhlig (Lexikon der Afrikanistik, 1983): Baptistenmissionar auf Fenando Po von 1840-49; veröffentlichte Sprachnotizen aus über 300 Sprachen; geringer Quellenwert

 

Henry Huntley

1850  Seven Years' Service

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 16: auch Beschreibung von Mr. Bannerman,

S. 128: A Trading House in Accra

 

J.A. Carnes

1852  Journal of a Voyage... West Coast of Africa. Manner of Trading with the Natives on the Coast. (Boston, Cleveland and Ohio)

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 17: kommt aus Neugierde, beschreibt aber besonders den Handel

S. 129: Aboard an American Merchantman

 

Brodie Cruickshank

1853  Eighteen Years on the Gold Coast of Africa: Including... , 2 Bde

Sem: AfW-His 14, 2 Bde: nur Südghana?

Wolfson, Pageant of Ghana,

Introduction S. 18: Autor war Kaufmann und für kurze Zeit acting Governor; war lange in Goldküste; liebt Afrikaner und zeigt Verständnis; bewegt sich unter ihnen; Gouverneur wirft ihm Voreingenommenheit für Afrikaner vor; S. 133: Town Government, 136: Growth of Literacy, 136: Agriculture and Production, 139: Fashions and Fancies, 140: Funeral Rites, 142: Fanti Civility

 

Koelle, Sigismund Wilhelm  (*1893 in Cleebronn, Württ., † 1902 in London)

1854, Polyglotta Africana: Comparative Vocabularies of More than 100 Distinct African Language (Nachdruck Graz 1963 mit Einführung von Hair)

Jungraithmayr/Möhlig (1983): Koelle: Missionar und Sprachforscher; 1841-45 im Baseler Missionsseminar; 1845 Eintritt in die Church Missionary Society; 1847 Pastor; Ausreise nach Freetown (Sierra Leone); als Linguist am Fourah Bay Institute (später University College); zwischen 1847 und 1853 fast 1200 Druckseiten linguistische Dokomentation; prägt Begriffe wie Westatlantisch, Mande, Mandingo, Kru; nach 1854 keine Arbeiten mehr über Afrika; widmet sich dem Türkischen; 

Hair (1963): Koelle erntet Kritik von Barth "...quiet residence in one place"; nur einen Informanten für eine Sprache;

Westermann (Afrika und Übersee 1954): von 210 Informanten waren 179 Ex-Sklaven; Koelle berücksichtigt Tonhöhen nicht

 

Heinrich Barth (* 16.2.1821 in Hamburg, † 25.11.1865 in Berlin)

Reisen und Entdeckungen in Nord- und Central-Afrika in den Jahren 1849 bis 1855, 3 Bde, Gotha

Benzing: auch Angaben über die Dagomba

Jungraithmayr/Möhlig (Lexikon der Afrikanistik, 1983): studiert in Berlin 1839-44 Philologie, Altertumskunde und Erdkunde; 1849 Reise nach Westafrika mit Richardson und Overweg (beide sterben unterwegs); Timbuktu, studiert Sprachen; 1855 zurück nach Europa, wird 1863 Professor der Geographie in Berlin

Wikipedia: langer biografischer Artikel über H. Barth

 

J. Leighton Wilson

Wolfson, Pageant of Ghana, S. 142: Progress

 

Benjamin Pine

Wolfson, Pageant of Ghana, S. 143: Stagnation, S. 144: Domestic Slavery

 

Thomas J. Hutchinson  (*1820 in Irland, † 1885 in Irland)

1858, Impressions of Western Africa,

Wikipedia: Anglo-irischer Erforscher, studierte Medizin; 1851 Westafrika, 1854-55 Niger Expedition; engl. Consul von Biafrabucht und Fernando Po; 1861 Argentinien, 1870 dort Konsul; Ruhestand in Irland

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 19: H: Konsul der Bucht von Biafra; nur kurzer Besuch in G., klagt über Malaria; S. 147: Fever and Fantasy

 

C.A. Gordon

1874, Life on the Gold Coast

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 17: Cape Coast noch mit Strohdächern, king Aggery; Landreise nach Accra; Palmöl;

S. 125: Cape Coast 147; S. 127: Old King Aggery, S. 127: A coastal Journey 1847, S. 128: The Price of Palm Oil

 

Winwoode Reade

1874  African Scetchbook

1873  The Story of the Ashantee Campaign

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 19: Scetchbook: witty impressions; 2 Besuche: 1862-63 und 1868-70; Medizinstudium aufgegeben; leichherzig; beschreibt auch militärische Aktion auf dem Volta; S. 23: schreibt später für die Times; S. 23: 1874: kriegsbeschreibung;

S. 148: Itinerant Trader, 149: World of spirits, 150: Adunkrum Dance, 151: A young Hero, 161: The Palace, Kumasi 1874

 

Henry Morton Stanley (* 28.1.1841 in Wales, † 10.5.1904 in London)

1874, Coomassie and Magdala. The Story of Two British Campaigns in Africa. London.

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 23: schreibt für den New York Herald; C. and M: a highly bombastic account of the war.

S. 158: Feverish Fancy, 159: Sir Garnet's War, 160: Kumasi 1874

 

G.A. Henty

1874 The March to Coomassie

Mr. Goodenough und Frank in Kumasi, zuerst freundlich empfangen; Asantehene verärgert, dass Elmina von Holländer an Briten gefallen ist; Briten erkennen Oberhoheit von Ashanti nicht an, obwohl sie auch Zahlungen leisten wollen;

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 23: H. schreibt später Abenteuergeschichten; Collins Enc.: 1832-1902;

S. 162: Cape Coasters, 162: Accra 1874, 166: A Journey to Ada

 

F.A. Ramseyer und J. Kühne

1875, Four years in Ashantee

Arhin (Research Review 4,2; 1968), S. 1: The Reverend F.A. Ramseyer was probably one of the most remarkable missionaries who ever worked on the Gold Coast and Ashanti. R. geht zuerst mit Kühne (Baumwollhändler, um Mission zu finanzieren) 1868 nach Anum (Volta Region); S. 2: R. und Kühne mit Familien von Aschanti Heer gefangengenommen und nach Kumasi gebracht; die Missionare wurden freigelassen, als Wolseleys Armee anrückt (1873-74 Invasion in Ashanti); danach versucht R. die Briten zu einer Vereinnahmung von ganz Aschanti zu gewinnen; Behörden in England wünschen dieses jedoch nicht; zwischen 1875 und 1889 durfte Aschanti nicht die verlorenen Provinzen zurückgewinnen; S. 7: Atebubu Affair: 1888 Konflikt Aschanti Nkoranza, das keinen Treueid ablegen will; Nk. geschlagen und ihr Chief flieht nach Atebubu. Aschanti wollen Atebubu angreifen, das Hilfe vom Gouverneur erbittet; Aschanti müssen sich zurückziehen; Ramseyer lebt 1889 in Abetifi (Kwahu) und will Engländer zum Angriff auf Aschanti bewegen;

S. 12: R. typifies that sort of missionary who, in his ignorance of the meaning of foreign cultures und in his lack of sympathy for native political aspirations, became the colonial agent par excellence.

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 21f: Ramseyer: Schweizer; Kühne: Schlesier; waren 1869 in ihrer Missionsstation von Aschanti gefangengenommen worden; erst 1874 entlassen; kein Europäer hatte jemals so lange bei Aschanti gewohnt; sie sprachen Twi; Kumasi: sympathisches Bild vom Asantehene; letzte Beschreibung des alten Aschanti; 1874 Zerstörung Kumasis;

S. 152: Europeans in Captivity

 

Christaller, Johann Gottlieb (* 1827 in Winnenden, Würtemberg, † 1895 in Stuttgart

1875, A Grammar of the Asnate and Fante Language called Tshi (Chwee, Twi)

1881, Dictionary of the Asante and Fante Language called Tshi

1888, Die Volta-Srachen-Gruppe

1890,  Übungen in der Akra-Sprache

1894, Negermärchen von der Goldküste

Jungraithmayr/Möhlig (1983): Christaller: Missionar und Sprachforscher, 1848-52 im Basel Missionshaus; 1853-58 und 1862-68 als Missionar an der Goldküste; befasst sich besonders mit dem Twi und Ga; erkennt Sprachton; 1868 wieder in Würtemberg; C. gilt als Begründer der wissenschaftlichen Sprachforschung in Westafrika;

 

V.S. Gouldsbury

Ende 1875 Mission nach Eastern Akim, Jabin und Kumasi

Arhin (Research Review 4,2; 1968), S. 6: 1876 und 1881 schickte das Kolonialregime “Special Commissioners”, Gouldsbury und Lansdale, nach Norden, um Handel mit den Nordvölkern zu aktivieren

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 24: 1876, nach Zusammenbruch der Ashanti-Conferderation, sandten die Briten einen Agenten zum Norden, um Handelsmöglichkeiten zu erforschen; Captain G.; stellt enttäuscht fest, dass Volta nicht schiffbar; Salaga ist Ziel; war vorher noch nie von Europäer besucht worden; Haupthandelsware: Kola;

S. 167: First Glimpse of the Northern Territories (fk)

 

Jacob Friedrich (James Frederick) Schön (*1803 in Oberweiler, Baden,

† 30.3.1889 Chatham, England)

1876 Dictionary of the Hausa Language, London

1906 Magama Hausa, London

Jungraithmayr/Möhlig (Lexikon der Afrikanistik, 1983): Missionar und Sprachforscher; Ausbildung in Basel und Islington, England, sollte sich auf der Niger-Expedition der Erforschung des Hausa widmen; danach in Sierra Leone; arbeitet in England mit Hilfe eines Hausa-Jungen weiter an der Erforschung des Hausa; Schön ist Pionier und Begründer der Hausaistik;

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 15f: wollte 1841 Niger-Expedition begleiten, Europäer, auch in Church Missionary Society

S. 122: Christian Education, 1841

 

John E. Ocansey

1881, African Trading,

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 25: John aus großen Händlerfamilie; Verbindungen zu Europa, Dtl., John schreibt während eines Besuchs in Liverpool 1881; beschreibt Palmöltransporte;

S. 169:An African Trader

 

A.B. Ellis, Lieut.-Colonel (*1852, † 1894)

1881  History of the Gold Coast and (of?) West Africa (frühstes Buch)

IfE Münster: AfW-His 51, Kapitel nach Jahren (bis 1888), wohl nichts über den Norden,

1887, The Tshi-speaking peoples, (eigen):

S. 3: How far to the north of the Gamans and Ashantis the Tshi language prevails is at present unknown, but it is supposed to extend to the southern limit of the Houssa States lying to the south of the Niger.

S. 4 (Goldküste:) That the condition is one low in the scale of civilisation cannot be denied.

S. 5: ...the West Coast of Africa possesses... a climate which is most inimical to man, and which is commonly believed to be in that respect the worst in the world. Beamte bleiben nur 1 Jahr, dann 6 Monate nach GB

S. 6: All the Europeans reside in the towns on the seacoast, where they hold but little intercourse with the natives. Once or twice a year a solitary European will be sent Inland on a mission to some Chief, or native state, and his duty is performed with the utmost expedition in order that he may the sooner return to the semi-civilisation of the coast towns, and the health-protecting sea-breeze. Such journeys are ordinarily only made along known routes, such as that form Cape Coast to Coomassie, and it is only the inhabitant of the hamlets on such routes that are at all brought into contact with Eruopeans, and then only for a few hours or minutes, in perhaps the course of a year. The remainder of the interior of the country is virtually a terra incognita, where the natives live undisturbed by any external influences.

Biografisches: 1873-1894 in Westafrika, davon 7 Jahre an der Goldküste; Offizier im First West India Regiment; heiratet Fanti-Frau

Carmichael: S. 100: Beschreibung der Schlacht von Anamabu zwischen Briten und Aschanti (lange Zitate von Ellis)

R. Jenkins (Paideuma 33, 1987, S. 313ff)...

 

R.C. Hart

Wolfson, Pageant of Ghana, S. 178: African Gold-Mining

 

W.A. Cuscaden

Wolfson, Pageant of Ghana, S. 178: Tarkwa Gold Rush

 

R. La T. Lonsdale

1882 Bericht

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 26: L. ist zweiter Europäer in Salaga; neuer Ersatz für Salaga: Kintampo; S. 182: Salagav (fk)

 

Richard Francis Burton (* 19.3.1821 in Hertfordshire , ✝ 1864)

1883, To the Gold Coast for Gold,

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 26: Ausbeutung bei Axim (heute nicht profitabel)

S. 179: Prospecting for Gold

 

B. Kirby

1884 offizieller Bericht

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 26: 1884 nach Kintampo für Kolonialregierung;

S. 186: Kintampo

 

Gottlob Adolf Krause (* 1850, † 1938)

12.5.1886 - 23.9.1887 Große Expedition (Berichte in Petermanns Mitteilungen)

Aufbruch von Accra, legt 4000-5000 km zurück (bis auf 3 Bootsfahrten) alles zu Fuß; 3500-4000 km waren für Europäer Neuland; hatte keinen Diener, sondern bei Märschen nur einen Gepäckträger; von Beleta bis Atakpame mit 30 Pfund Gepäck ganz allein marschiert; sein Kapital waren 5 Pfund, 11 shilling, 8 pence (Träger bis Salaga: 1 Pfund), war ganz waffenlos;

Embacher, Friedrich: Lexikon der Reisen (1882): verließ aus Begeisterung für die Erforschung Afrikas das Gymnasium, 1869 in Tripolis im Dienst bei Frl. Tinne; nach deren Ermordung (1869) zurück nach Europa; findet 1878 in einer Bibliothek auf Malta eine arabische Handschrift aus dem Ende des 18. Jh.; er will nach Wadai gehen, ändert aber sein Ziel, als Rohlfs dorthin geht; Plan: Tuareg und vielleicht Sokoto,

Gruner, S. 45: von den Eingeborenen Malam Musa genannt

 

A.P. Crouch

1887 On a surf-bound coach

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 26: Crouch: engl. Ingenieur; legte Kabel entlang der Küste; führt Tagebuch; Geschicklichkeit der Bootsfahrer, Bild von der Wesleyan Church Accra;

S. 187: Landing in the Surf, 188: Christian Worship 1887

 

Binger (* 1856 in Straßburg, † 1936 in L’Isle-Adam)

1892, Du Niger auf golfe de Guinée pal le pays de Kong et le Mossi (1887-1889)

Aufenthalt in Orten des heutigen Ghana:

Paga: S. 19-21: B. übernachtet dort, Dagomba-Händler, Binger-Karte

Badongo: 20: Gowounga Dorf, klein, bei Navrongo? , B-Karte

Midegou, 20: zivilisierter; aber Fellkleidung, Übernachtung 3.-4. August, B-Karte (Mirigou)

            Binger ändert geplante Route, jetzt weiter westlich über:

Kouloro, 20

Badou oder Dabo: 21: großes Dorf, 4 km westlich von Kouloro; Breite von Navrongo, zurück nach

Addoukou, 21, B-Karte

Sidegou, 22, nach 3 km kl. Fluss, 1.70 m tief, Karte: Sherigu

Bélounga, 22: Dorf, 2 km lang, , B-Karte, Karte: Belungu

Korogo 22 und 25: bei Béle (7.8.88), 800 Einw., Karte: Kologu, B-Karte

Arogo, 25f.: die nächsten 3 Dörfer sind Mamprussi; Narben, Karte: Arigu , B-Karte

Weißer Volta, 25ff: an der anderen Seite: Fluss ist Grenze Grunchi-Mamprussi

Nabari, 28: erstes Mamprussi-Dorf, Yams, Karte: Nambari , B-Karte

Zangom, 28: sehr kleines Dorf; 4 km nördlich Wale-Wale, Yams, Karte: Zangu, B-Karte

Oual-Oualé 28-61: wegen Krankheit länger dort, Südroute: möchte Route von Francois vermeiden, der über Savelugu kam; S. 58: Ou-Salaga: 8 Tage; 3 Wege nach Karaga: 1. über Gambaga (östlich, längste), 2. kürzeste über Porogo (überflutet), 3. Savelugu, Nasian; 60: entschließt sich für dritte; Karte: Walewale

Louaré, 60: kleines Dorf, Sumpf, Bila, Karte: Luari, B-Karte

Nasian, 62: Weg nach Osten (im Süden: Savelugu), Karte: Nasia, B-Karte

Niombongo: 63: kl. Dorf, 30 Hütten unbewohnt; Leichen in den Hütten vom Überfall Samorys, B-Karte

Pizzoukohou,64: dann nach SW, Karte: Pisigu, B-Karte

Zan, 64, klein, B-Karte

Ton, 64, klein, B-Karte

Karaga, 64-66, 19. September, B-Karte

Patenga, 66, dann Straße in Richtung Yendi; Karte: Kpatinya, B-Karte

Sampiémo, 69: 3,5 km von Patenga, Karte: Sampiamon, B-Karte

Sagoné, 69, 150 Einwohner, Karte: Sang? , B-Karte: Sang

Feullé, 71: Dagomba, Karte: Fule? , B-Karte

Kintampo, 135-145, 21. November, S. 137: Plan, 139 + 141: Bild, B-Karte

Takla, 145f., vei-Kolonie, Wasserfälle, T: 10 km von Kintampo, B-Karte

Soso, 146, B-Karte

Tintinganson, 149, kleines Dorf, anderer Name: Bouka-Bouko Marraraba, B-Karte

Mantiala, 149: nach 2 Std., großes Dorf, 8 km zum Volta, = Gari Adama

Gouéré, 149, B-Karte

Volta, 150

Bampé, 150, Karte: Banpewa?

Dakourbé, 150f.

Tasalima oder Soukowa (= Neustadt), 152f., Karte: Teselima, B-Karte

Diamma, 152, großes Dorf, 500-600 Einw., alle Diammou, Karte: Jama?, B-Karte

Loubie, 152, klein

Kourmboé, 152, klein, Flussüberquerung; Karte: Bui??, B-Karte

Gebirge

Pakhalla? Ethnie?

Tambi, 156, B-Karte

Bounou, 157, großes Dorf, B-Karte

Pankouloudougou, 157, B-Karte

Sorobango, 157f., Bananen, Vieh, Bild: Moschee, 800-1000 Einw., B-Karte

Kangara od Kanguélé, 159, B-Karte

Soumbala, 159, kleines Dorf am Tain-Fluss

Bitougou, 159f. = Bondoukou = Gaman, Elfenbeinküste

Wikipedia: Binger hielt sich 3 mal in Senegal und den angrenzenden Ländern auf; erhält Auftrag von Fidherbe, Nordwestafrika vom oberen Niger bis zur Küste von Guinea zu durchqueren; 1887 von Bamako über Tannat nach Psychose und südlich nach King (20.2.1888), stellt fest, dass das auf den Karten eingetragene Kong-Gebirge nicht existiert; über Schwarzen Volta nach Ouagadougou; von dort nach Salaga, Kintampo, Bontuku; Verträge mit den Häuptlingen stellte er weite Landstriche unter frz. Einfluss;

1892 an der Spitze einer Delegation, die französische und englische Territorien im Aschantigebiet abgrenzen sollte; 1893-98 Gouverneur von Elfenbeinküste, 1898 Direktor im frz. Kolonialministerium

 

Gruner, Hans (*1865, † 1943)

1894/95 Vormarsch zum Niger. Die Memoiren des Leiters der Togo-Hnterlandexpedition 1894/95 Herausgegeben von Peter Sebald

Ausgang von Lome (Togo); zieht auch durch das neutrale Gebiet: Salaga (S. 65) und Yendi (S. 78)

 

Carl Christian Reindorf, Rev. (*1834, †1917)

1895 The history of the Gold Coast and Ashanti, 1500-1860, Basel (Neudruck 1966)

IfE Münster: AfW-His 15; wohl nur Südghana, Karte bis Kintampo

Wikipedia: Reindorf: sein Vater ein dänischer Offizier und Händler, seine Mutter: Ga; wird Pastor der Basel Mission; schreibt als erster Afrikaner die Geschichte einer afrikanischen Region; Anlehnung an Christaller, der auch versuchte die mündlichen Überlieferungen zu fixieren; Reindorf befragte 200 Männer und Frauen; erhielt wenig Anerkennung für seine Arbeit

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 14: ist selbst Eingeborener der Goldküste; Geistlicher; ist erster einheimischer Historiker und benutzt als erster mündliche Traditionen;

S. 115: The Battle of Dodowa

 

R.S. Baden-Powell, Major R.S.S. (*22.2.1857 in London, † 8.1.1941 in Kenia)

1896, The Downfall of Prempeh (London)

Soldier, adventurer and founder of the Boy Scout movement; went with the British expediationary force to Ashanti in 1895-96.

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 27: 1896 in Kumasi; als brit. Offizier; organisiert scouting parties, it is said that the left hand-shake and the two-finger salute... had their origin on the Gold Coast.

S. 200: Kumasi 1896 (fk)

 

George Ekem Ferguson (* 1864 Anomabu, † 7.4.1897 Wa)

Report of a Mission to the Interior (abgedruckt bei Kwame Arhin, s.u.)

Kwame Arhin: The Papers of George Ekem Ferguson (1974), Kop 1025

employed in government service form 1881; trained as surveyor in London; form 1884 travels into the interior and compiling maps; served on the Anglo-German Boundary Commission in 1886, led important political missions to the Ashanti hinterland form 1890, had unrivalled political and geographical knowledge of the interior; awarded Gill Memorial Grant by the Royal Geographical Society in 1894 for his contribution in this sphere; killed on service at Wa in 1897.

S. 115 ff.: The Peoples of the Gold Coast Hinterland: 116: Tribes: Fetish Worshippers; S. 117: Dagombas, Mamprusi, Mossi and Dagarti zur Wangara-Familie; ... aboriginal: Grunshi, Pampamba, Lobi und Mo von ersteren Gruppen verdrängt; tribal marks,

S. 118: The Mendi style of building is flatroofed builds and circular huts with conical roofs; Awuna unterscheiden sich durch “Broad arrow”; Narben, damit das Kind nicht zurückkehrt”.

keine Aggrey beads im Norden;

S. 119 ...some of the tribes of the coast and Hinterland have become extinct. Besides the evidence afforded by slave-raiding, marriage customes, lessened fertility of the women form anxiety, tribal wars... extinctions which are still found (e.g. Grunshi) among the aboriginal savages

120: auriferous district of Lobi

123: Tabelle: Temperaturen, Jahreszeiten, auch Tätigkeiten und Feste

124: Gold der Lobi: associated with magnetic iron; ... Iron is reduced form clay ironstone and volcanic products; Speerspitzen vergiftet;

125: Sprache: 3) Mendi-speaking tribes: a) Mossi and Gruma, b) Mamprusi and Dagomba, c) Gonja and d) jila spoken by the Bandas. 4) Grunshi tribes and their dialects

close resemblances, Phonetic Decay or Dialectical Regeneration: Tabelle: Ähnlichkeiten zwischen Nordghana und Südghana (Hunger: Mossi: kom, Ashanti: kom, dagarti: kom), ähnlich mother, child, take, come, drink (nu), give me, dog, I like, Kenkey, four

126: all the aborigines of the Colony and its Hinterland are of one stock

Its (Ashanti) subjects raided Grunshi to supply the King of Kumasi with slaves

127: Savage tribes: move about naked or with a skin thrown over the shoulders. Their towns are composed of compounds scattered over wide area with farms between. The buildings are low circular mud walls with conical grass roofs. ...shields were rare... These savages are said to hide their cowries and other treasures in the ground.

128: Labour is performed by slaves.

129: They have some rude knowledge of Astronomy, the Constellation Orion being figured as drawing a bow with an arrow pointed at Pleiades (supposed to be hen and her chickens) to prevent Aldebaran (the hawk) form seizing the chicken. ...Labour is furnished by slaves and they do not employ animal power like the Mossis.

In national character the Jila is industrious; the Gonja is lazy and indifferent; the Hausa is an acute trade but the Dagomba is quarrelsome.

130: That portion of Grunshi within a radius of 30 miles form the town of Kasana has been depopulated more or less by Garjari, the survivers of Walembele, Halembele, Templema and other Grunshi states have travelled southward to give over their states to Daboya...

131: I was the first official of a European Power to visit Bona, Lobi, Wa and Sansani-Mungo...

132: examination of its (Volta) valley for railway... subterranean cables seem to be more suitable for forest regions than aerial ones. wilde Elefanten könnten gut eingesetzt werden (s. Hannibal),

remembering that whatever he (the merchant) succeeds in introducing as luxuries to the present generation would become the necessaries of the next.

Memorandum of political proceedings 1894: nur bis S. 133

Henderson's Account (including death of Ferguson); Henderson, der sich England aufhält, schickt den Bericht direkt an das Kolonialministerium, nicht erst an den Gouverneur; Ereignisse des Jahres 1897; Bericht am 1. Okt. 1897 abgeschickt; a letter in a cleft stick;

Henderson und Ferguson versuchen sich in Dawkita gegen Sofas zu verteidigen; Each compound - these were about 70 yards apart - was held by 13 Hausas; Briten müssen fliehen, Ferguson verwundet; ein einheimischer Prinz möchte unterhandeln, Henderson geht hin und wird gefangen genommen; der zurückgebliebene unbewaffnete Ferguson wird von einer Gruppe Sofas erschossen und man bringt Henderson seinen Kopf;

162: (Henderson in Bona) In the afternoon I was called to see a head just brought in, which was that of Mr. Ferguson.

163: am 29.4. : I entered Haramonkoro, Samory's seat of government. Beschreibung des Zeremoniells, Parade; Henderson wird (in Hängematte) herumgeführt, aber Samory ist freundlich; will ihn zurück zum Gouverneur schicken; einige Monate vorher hatte Samory Besuch von einigen Deutschen, die Ihm Winchester repeating rifle schenkten; 4. Mai: Aufbruch Henderson mit Brief Samorys nach Bontuku, (164) dann Kumasi; Henderson ist krank; es folgt kurzer Bericht eines Einheimischen (165-66)

Karten (175ff.): 1. Karte aus der Times vom 24.2.1898 (mit Togo); 2.Towns mentioned (unvollst.), 3. Rivers

Carmichael: S. 125: Ferguson... taught at the Wesley School in Cape Coast and was employed as a shorthand wirter to the governor at the age of 17 in 1881. He was sent to London to study cartography and, on his return to the Gold Coast, spent most of his time mapping the interior. He won an award for his achievements from the Royal Geographical Society of London... killed... Ferguson's widow was awarded a captain's pension and Governor Guggisberg set up a memorial to him at Achimota.

Gruner, S. 69: Mulatte Ferguson war englischer Agent; reiste 1894 (?) in neutrales Gebiet und schloss Verträge ab;

Wikipedia (engl.): Fante government official; born in Anomabu, educated in Methodist Church-run school, 1889 to England, studied mineralogy and geography; negotiating treaties with rulers in the north of the colony; worked to stop slave raids; because of this, he was killed [by Samori’s son] in 1897;

sein Grab in Wa, Denkmal in Anomabu

Wolfson, Pageant of Ghana, S. 197: The Northern Territories 8.12.1892 (Kop.1026)

 

John Mensah Sarbah (* 1864, Anomabo be Cape Coast; † 1910)

1897 The Fanti Customary Laws: A Brief Introduction to the Principles of Native Law and Customs of the Fanti and Akan Districts of the Gold Coast. With Report of Some Cases Therein Decided in Law Courts

1906  Fanti National Constitution: A Short Treatise on the Constitution and Government of the Fanti, Ashanti and other Tribes of West Africa, Together with a Brief Account of the Discovery of the Gold By Portuguese Navigators. A Short Narration of the Early English Voyage and a Study of the Rise of British Gold Coast Jurisdiction... (etc.)

D.E. Kofi Baku (Research Review 6,1; 1990), S. 41: geboren 1864 in Anomabo; besucht Wesleyan  Primary und High Schools in Anomabo und Cape Coast; mit 14 Jahren zur Ausbildung nach England; 4 Jahre am Queen's College in Taunton, Soomerset; 1884 Jurastudium Lincoln's Inn; 1887 am Gericht; war mit 23 Jahren erster Anwalt der Goldküste; zurück in der Goldküste wird er führend in der "Fante Plitical Society" und Eigentümer und Herausgeber der Zeitung "Gold Coast People"; wird patriotischer und nationalistischer Agitator; er glaubte, dass der politische Erfolg der Briten auf der Auslegung der Geschichte der Goldküste und Aschantis beruhte; eine neue Version dieser Geschichte war notwendig; er vertritt vor allem folgende vier Argumente:

1. Fante u.a. Einheimische waren seit Urzeiten in diesem Land

2. Sie haben ihr eigenes soziales, ökonomisches und politisches System entwickelt

3. Europäer haben das Land, auf dem die Burgen stehen, nur gepachtet

4. Das Verhältnis zwischen Europäern und Goldküstenbewohner wurde immer durch Verträge geregelt; ...daher ist die unilaterale Erklärung von 1874 (Goldküste als Kolonie) unwirksam

Sarbah fordert Errichtung von "Public Councils", d.h. Volksvertretungen in den Distrikten;

Wikipedia: *Cape Coast; Fante; besucht Mfantsipim Schule; juristisches Studium in London, 1887 Anwalt (erster Afrikanischer Anwalt der Goldküste); wird später Kritiker des Kolonialsystems; schreibt 1906 eine vielbändige Fante Verfassung; versucht europäische Methoden mit afrikanischen Zielen zu verbinden

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 29: customary law, clan system,

S. 201: The Akan Community, aus: Fanti Customary Law (London 1897)

 

Richard Austen Freeman

1898  Travels and Life in Ashanti and Jaman

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 27: F: medical officer, begleitete politische Mission 1888-89; Verwüstungen durch letzten Krieg; Beschreibung eines Fetisch-Tanzes; enttäuscht;

S. 189: Journey to Ashanti 1888, S. 194: A Fetish Dance;

408: Kleidung: tobe, Guinea-fowl pattern oder filfil (pepper), Hausa: riga saki;410: head coverings of Moslems;412: hats; 413: sandals and slippers; sandals: imported form Hausa, made in Kanu; The soles consist of several layers of untanned cowhide, and the lowermost generally has the hair on it. The Hausa sandals are to be met with in all the markets of West Africa.

415: high boots, shawls, 416: swords; charms, spear, 417: daggers worn on the arm, the sheath of which has attached to it a strong leather bracelet; 418: hoes, adzes, axes, wooden hoes

419: jewellery; 420: armlets; Moslem women; 422: Fulas: Semitic pople; 423ff: skin markings,

425: Abb. von Moshi marks, 426: Abb.: marks of a Gruinsi slave; 427: Abb. raised button-like scars on the neck of a Gruinsi slave

 

G. Macdonald

1898, The Gold Coast Past and Present,

Wolfson, Pageant of Ghana, Introduction S. 29: director of education; Accra, S. 202: The Coast 1900

 

Northcott, H.P. (*1869, † 1941?)

1899, Report on the Northern Territories of the Gold Coast, London

Northcott: Lieutenant-Colonel; 1897-99 Commissioner and Commandant of the Northern Territories; besetzt in den späten 1890er Jahren Gambaga

 

Klose, Heinrich, Leutnant der Reserve

1899, Togo unter deutscher Flagge. Reisebilder und Betrachtungen. Berlin.

Gruner, S. 21: Begleiter von Gruner für die Nordexpedition; S. 45: Gruner schickt ihn am 1.10.1894 nach Salaga: er soll dort gegen Fergusons Verträge Protest einlegen; Klose bringt Originalvertrag mit

 

Morris, A.

Report 1901

Biografisches: Major, 1900 Acting Commissioner und Chief Commandant of the Northern Territories; 1901 Chief Commsissioner of the Northern Territories

Iliasu (Kop. 1018): S. 3: Morris informierte 1901 Häuptlinge von Dagbon, dass er selbst jezt ihr paramount chief ist, da Ya Na in Deutsch Togo residiert;

 

Julius Graf Zech auf Neuhofen (* 23.4.1868 bei Straubing, † 1914)

1904 Land und Leute an der Nordwestgrenze von Togo. in: MDS 17, Berlin

Wikipedia: entstammte einer bayrischen Adelsfamilie, Vater Justizbeamter im Königreich Bayern; Julius ab 1886 Offizierslaufbahn in Bayern; trat 1895 als erster Leutnant der bayr. Armee in den Dienst der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes; Aufgabe in der Polizeitruppe Togos; Vorstöße ins Hinterland; 1895 Leiter der Verwaltungsstation Kete Krachi (bis 1900); Beziehungen zu Dagomba; 1896 Vertrag mit dem Häuptling von Sugu (nicht eindeutig identifiziert); war Mitglied der Kommission, die die Grenze zwischen Togo und Goldküste festlegte; er wird nach der Horn-Affaire (hatte Häuptling mit Todesfolge verprügelt) zuerst amtierender Gouverneur, dann ständiger Gouverneur (1905), versucht die Beziehung zu den Eingeborenen zu verbessern; 1908 nach Nigeria, um Indirect Rule zu studieren, wollte es auch einführen; am 7.11. 1910 Ruhestand; stirbt 1914 im Range eines Generalleutnants; er war nie verheiratet.

 

C.H. Armitage, Captain

1911 Notes on the Northern Territories of the Gold Coast (Kop. 80)

S. 637: The Dependency is divided, for admninistrative purposes, into three Provinces - the Southern, North Eastern, and North Western - with provincial headquarters at Tamale, Navarro, and Wa respectively,

S. 638: ...the great majority of both sexes are now decently clothed...

Big game (including elephant, bush-cow, and various species of antelope) is plentiful, as are lion, leapord, hyena, wart-hog and bush-pig. The hippopotamus abound in the Volta river.

Bole: first district station (of the north)

Tong Hills: ...the stronghold of a powerful “fetish” which attracted to it all the bad characters of the district.

Biografisches: Captain in the Reserve of Officers; retired as Chief Commissioner Ende 1920; stellt sich gegen die Wesley Mission in N.T. und hat Schwierigkeiten mit den Weißen Vätern;

Iliasu (Kop. 1018): S. 4: war vorher commissioner in Ashanti: förderte dort die Disintegration; setzt nicht willfähige Häuptlinge sofort ab; will nördliche Häuptlingstümer zwecks Indirect Rule zusammenfassen; errichtet 1911 die North-Eastern Province mit 5 sub-divisions: Mampurugu, Kusasi, Frafra, Gurunsi, Builsa; jede hatte Head Chief;

Tongnaab: S. 74, A. erlaubt im Juli 1912 die erste Rückkehr der Tallensi

Wikipedia: War of the Golden Stool: Armitage führt bei den Aschanti die Befehle des Gouverneurs Hodgson aus; muss herausfinden, wo der Golden Stool ist; lässt alle Kinder des Dorfes Bare (erfolglos) verprügeln; er wird in Kumasi von Aschanti belagert; kann nach Eintreffen einer Entsatztruppe entkommen

 

F.W. Migeod (*1872 in Chislehurst, Kent; † 1952 in Worthing)

1911 und 1913 (2 Bände) The languages of West Africa

Bibliografisches: englischer Kolonialbeamter und Sprachforscher in der Nachfolge der deutschen Schulen; lernt Hausa und Mende; 1898 Acting Transport Officer in Goldküste; 1903 Appointed DC, 1909-1919 DC (Goldküste); 1920-25 private Forschungsreisen in West, Zentral- und Ostafrika; 1925-31 Expedition in Ostafrika

Migeod hat Tonhöhen erkannt, aber nicht notiert

 

Fisch, Rudolf (*1856 in Aarau, Schweiz;  † 1946 in der Schweiz)

1911  Nord-Togo und seine westliche Nachbgarschaft

1912/13  Die Dagbamba. Eine ethnographische Skizze, Baessler Archiv 3, 132-64

1912   Grammatik der Dagobma-Sprache, Archiv für das Studium deutscher Kolonialsprachen, Bd. 14. Berlin

1913  Wörtersammmlung Dagbane-Deutsch, MSOS 16, 113-14

Biografisches: erlernt Beruf des Sattlers und Tapezierers; tritt ins Basler Missionshaus ein, 5jährige Ausbnildung; 1880 Medizinstudium in Basel; 1984 Promotion; 1885 als Missionsarzt zur Goldküste; wegen schwerer Erkrankung nach Europa zurück; 1911-31 Prediger in Horgen, Schweiz

 

Tauxier, Louis (* 2.7.1871 in Charenton-du-Cher, Frkr., † 15.7.1942 in Frankreich)

1912, Le Noir du Soudan. Pays mossi et gourounsi.

1921, Le Noir de Bondoukou, Koulangos, Kyoulas, Abrons (fügt später Kapitel über Geschichte bei)

1924, Nouvelle notes sur le Mossi et le Gourounsi, Paris

Biografisches: seine Lehrer waren Fréderic Le Play und Henri de Tourville; T. 1909-10 adminstrateur du cercle de Léo; 1913-16 in Yatenga

D. Bonnet (J. des Africanistes, 54,2, 1984): wird nach Studium Redakteur der “Assistance publique” (1898-1904); ab 1905 Koloniallaufbahn; 1908 nach Ouagadougou (Verwaltung); 1913 Ouahigouya; 1918ff in Elfenbeinküste: Kommandant von Bodoukou (Werk 1921); 1927 zurück nach Frankreich: Ruhestand und wissenschaftliche Arbeiten; T. wurde zu Lebzeiten zu wenig anerkannt

 

Claridge

1915, History of the Gold Coast and Ashanti, 2 Bde.;

IfE Münster: AfW-His 20

Hauptkarte (Kop. 1023) bis Kintampo, Bd. 2, S. 425: Karte der Northern Territories (Kop. 1023); Part IV: Extension of the Sphere of British Influence 1896-1902; 425f.: Samori, Grenzfestlegung, occupation of Wa, Ferguson (bis S. 431), 581: Gouverneurslisten (Kop. 162), tabulated history of the Forts; S. 199: Map of the gold Coast 1629 ) nur Süden, u.a.

 

Cardinall, Sir Allan Wolsay (*1887, †1956)

1920, The Natives of the Northern Territories of the Gold Coast, New York

Traditional History, The Chiefs, Religion, Totem and Medicine, Justice, Land Tenure, Birth and Marriage Customs, The Daily Round, Funeral Customs, Language

1921, Customs at the Death of a King of Dagomba, Man 21,52

1927, In Ashanti and Beyond, London

1931, Tales Told in Togoland

Biografisches: Studium im Winchester College, in London und in Heidelberg; 1914 Assistant D.C. in Ashanti, 1921 DC; 1916 zum Norden der Goldküste berufen; von Kumasi mit dem Auto bis Ejury, dann zu Fuß nach Salaga; C. baut Straße in Richtung Ouagadougou aus; er war am 19.1.1917 in Yendi, als Na Alasan starb; 1921 D.C. von Nord Mamprussi; dann DC in Zuarungu; unterstützt 1925 die Weißen Väter von Navrongo (C. ist selbst Katholik), Jan-Juni 1929 ag. Commissioner der Northern Province; 1932 Ruhestand; er schuf ethnografische Sammlung, die er dem Britischen Museum schenkte

M. Hughes: Cardinall besuchte 1918 Vare (Bulsa area)

 

Robert Southerland Rattray (* 1881, † 1938)

1923, Ashanti

1927, Religion and Art in Ashanti

1929, Ashanti Law and Constitution

1932, The Tribes of the Ashanti Hinterland

zur Biografie: Sohn eines in Indien tätigen Kolonialbeamten; High School College; Kavallerist im Burenkrieg, später Zollbeamter im Kolonialdienst; studiert 1909-11 in einem Studienurlaub bei Marett Ethnologie; Marett machte Rattray mit Morgan, Frazer, Tylor und Durkheim vertraut; studiert außerdem Jurisprudenz und wird als Anwalt zugelassen; District Commissioner im brit. Togoland; nach dem 1. Weltkrieg: Assistant Colonial Secretary und Clerk des Legislative Council (Gold Coast); war seit 1920 unter Guggisberg “Director of the Anthropological Department” (Gold Coast); R. landete am 12.1.1929 mit einem Flugzeug in Tamale, das er selbst von England nach Afrika geflogen hatte; 1928-29 Feldforschungen in Nordghana, nachdem er vorher 16 Jahre lang im Süden gewirkt hatte, er soll im Norden prüfen, wie weit indirect rule möglich ist;

mit Rattray beginnt die Zeit der akademischen Ethnographen; Duncan Johnstone wirft Rattray vor, die Untersuchungsergebnisse der Kolonialbeamten nicht berücksichtigt zu haben; zu viele Details und zu wenig Geschichte; Rattray ignorierte auch Cardinall (1920), sieht Uniformität der traditionellen Institutionen (Hinterland, S. 245)